58. Kraftwerkstechnisches Kolloquium (KWTK) in Dresden
Die 58. Ausgabe fand am 6. und 7. Oktober 2026 im Internationalen Congress Center Dresden statt und brachte Vertreter aus Anlagenbetrieb, Industrie, Forschung, Ingenieurwesen und Energiewirtschaft zusammen.
Für die ENVERUM GmbH stand die diesjährige Veranstaltung insbesondere im Zeichen der Digitalisierung und der intelligenten Nutzung von Betriebsdaten. Neben der Präsenz in der Firmenausstellung brachte sich ENVERUM mit einem eigenen Fachvortrag sowie durch die Moderation einer Vortragssektion aktiv in den fachlichen Austausch ein.
Im Themenblock „Digitalisierung I“ stellte Dr.-Ing. Martin Pohl von ENVERUM den Vortrag
„Daten statt Bauchgefühl: Intelligente Optimierung von Anlagenbetrieb, Effizienz und Emissionsminderung im Spannungsfeld regulatorischer Anforderungen“
vor.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus den heute in thermischen Anlagen verfügbaren Daten ein tatsächlicher Mehrwert für den Anlagenbetrieb entstehen kann. Dabei reicht die Entwicklung inzwischen deutlich über die reine Visualisierung klassischer Betriebsdaten hinaus.
Die zentrale Botschaft:
Aus Daten als Werkzeug werden Daten als Nachweis – und zunehmend Daten als Grundlage intelligenter Entscheidungen.
Anhand praktischer Anwendungen wurde gezeigt, wie Betriebsdaten, berechnete Prozessgrößen, zusätzliche Sensorik, Anlageninformationen und bildbasierte Verfahren miteinander verknüpft werden können. Ziel ist es, den tatsächlichen Anlagenzustand besser zu erfassen und daraus konkrete Ansätze für
- Energieeffizienz,
- Emissionsminderung,
- Anlagenverfügbarkeit,
- Kessel-Reinigung sowie
- Wirtschaftlichkeit
abzuleiten.
Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem von ENVERUM entwickelten Online-Anlagen-Monitoring. Die Plattform führt unterschiedliche Informationsquellen zusammen und ermöglicht unter anderem Bilanzierungen, die Bewertung von Energie- und Stoffströmen, CO₂-Auswertungen, die Berechnung regulatorischer Kennwerte sowie die Analyse langfristiger Betriebsentwicklungen.
Hinzu kommen neue Ansätze, bei denen beispielsweise thermodynamische Modelle und bildgebende Verfahren genutzt werden, um den Zustand von Wärmeübertragungsflächen oder die Entwicklung von Belägen zu bewerten und daraus optimierte Reinigungsstrategien abzuleiten.