ENVERUM beim LfU-Betreibertreffen in Augsburg

ENVERUM beim LfU-Betreibertreffen in Augsburg

48. Erfahrungsaustausch der Betreiber thermischer Abfallbehandlungsanlagen in Bayern

ENVERUM war beim 48. Erfahrungsaustausch der Betreiber thermischer Abfallbehandlungsanlagen in Bayern beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg vertreten. Im Mittelpunkt standen aktuelle technische und regulatorische Herausforderungen für thermische Abfallbehandlungsanlagen – von Energieeffizienz und Wärmenutzung bis hin zu Digitalisierung und Carbon Capture.

Energieeffizienz nach der 17. BImSchV

Dr.-Ing. Martin Pohl von ENVERUM stellte die Anforderungen an den Nachweis der Energieeffizienz nach der novellierten 17. BImSchV vor.

Für belastbare und nachvollziehbare Bewertungen sind insbesondere eine eindeutige Festlegung der Systemgrenzen, die vollständige Ermittlung aller relevanten Energieströme, repräsentative Leistungstests und eine saubere Dokumentation der Berechnungsgrundlagen entscheidend.

Die Diskussion machte zugleich deutlich, dass die neuen Anforderungen in der Praxis noch zahlreiche Auslegungsfragen aufwerfen. Die für den Herbst erwarteten Vollzugshinweise der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz sollen künftig zu mehr Klarheit und einer einheitlicheren Anwendung beitragen.

Wärmenutzung und Carbon Capture

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die effizientere Nutzung vorhandener Wärme. Diskutiert wurden unter anderem Rauchgaskondensation, Wärmepumpen und zusätzliche Potenziale für die Einbindung von Wärme in Fernwärmenetze.

Auch die Vorbereitung zukünftiger Anlagen auf Carbon-Capture-Technologien gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird bereits heute bei Modernisierungs- und Neubauprojekten berücksichtigt.

Digitalisierung und neue Anlagenkonzepte

Neben regulatorischen Themen standen auch technische Weiterentwicklungen im Fokus. Sensorik, numerische Simulationen, digitale Modelle und KI-basierte Assistenzsysteme sollen künftig stärker zusammenwirken und Betreiber bei der Optimierung von Effizienz, Verfügbarkeit und Betriebsführung unterstützen.

Damit wird deutlich, dass die Digitalisierung zunehmend zu einer wichtigen Grundlage für die nächste Generation thermischer Abfallbehandlungsanlagen wird.

Technisches Prozessverständnis bleibt entscheidend

Für ENVERUM bestätigt der Erfahrungsaustausch eine Entwicklung, die sich auch in aktuellen Projekten zeigt: Die Zukunft der thermischen Abfallbehandlung liegt in der Verbindung von technischem Prozessverständnis, belastbaren Betriebsdaten, regulatorisch sicheren Nachweisen und intelligenter Anlagenoptimierung.

Vielen Dank an das Bayerische Landesamt für Umwelt sowie an alle Betreiber und Fachkollegen für den offenen und praxisnahen Austausch in Augsburg.

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Ingenieurgesellschaft für Energie- und Umweltverfahrenstechnik mbH

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